Eine Stromwechsel-Aktion von NABU und Co. zeigt Ihnen, wie es geht
Einfacher lässt sich die Klima-Bilanz eines Haushalts nicht verbessern: Mit dem Wechsel zu einem Ökostromanbieter können Sie rund zwei Tonnen des Treibhausgases CO2 pro Haushalt und Jahr einsparen. Für Kleinverbraucher kann der Umstieg sogar finanziell vorteilhaft sein, da hier im Südwesten die höchsten Strompreise ganz Deutschlands sind.
Nach der Aufkündigung des Atomkonsens durch RWE hat der NABU zusammen mit 16 Umweltverbänden die Initiative „Atomausstieg selber machen" gegründet. Der NABU ruft damit die Verbraucher auf, zu Ökostrom-Anbietern zu wechseln und stellt Ihnen Informationen und Beratung über Ökostromanbieter und den Wechsel Ihres Stromlieferanten dar:

Wachstum hält an und muss weiter anhalten
Die erneuerbaren Energien haben laut Bundesumweltministerium (BMU) im ersten Halbjahr 2007 weiter kräftig zugelegt. Allein mit Windenergie wurden danach rund 22 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Unter Einbeziehung aller erneuerbaren Energieträger (also auch Wasser, Biomasse und Sonne) wird vom BMU zum Jahresende ein Beitrag von rund 14 Prozent am Bruttostromverbrauch erwartet.
Aber nur wenn sich dieses massive Wachstum der Erneuerbaren Energien (sowohl im Strom- als zukünftig auch im Wärmesektor) fortsetzt, werden die Kosten der Erneuerbaren nachhaltig sinken und dann auch in der Lage sein, ständig steigende Kosten der fossilen Stromerzeugung abzudämpfen. Nur durch den Einsatz Erneuerbarer Energien wird zukünftig Preisstabilität, Klimaschutz und Versorgungssicherheit im Energiesektor erreicht werden können, wie z.B. Studien des DLR in Stuttgart zeigen.
Weitere Information
Faltblattserie des NABU Bundesverbandes

Da der Ausbau von Windenergieanlagen oder Biomassekraftwerken aber auch immer mit Beeinträchtigungen von Mensch und Umwelt verbunden ist, hat sich der NABU in den vergangenen Jahren intensiv mit Konflikten rund um Erneuerbare Energien auseinandergesetzt. Dabei wurde immer wieder deutlich, wie wichtig eine intensive und frühzeitige Auseinandersetzung mit den Betroffenen vor Ort ist.
Zur Information darüber, wie vielseitig die Erneuerbaren Energien sind und was sie leisten können, hat der NABU Bundesverband nun eine neue Faltblattserie zusammen gestellt, die vor Ort zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden kann. Sie informiert über die Hintergründe zu Wind- und Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse oder Geothermie und gibt eine kleine Auswahl von Links und Broschüren.
Die Faltblätter können kostenlos
beim NABU Bundesverband bestellt,
in der Stuttgarter Geschäftsstelle mitgenommen oder
direkt hier aus dem Netz heruntergeladen werden:
Flyer Biomasse
Flyer Geothermie
Flyer Solarenergie
Flyer Wasserkraft
Flyer Windkraft
NABU Stuttgart begrüßt Entscheidung des Gemeinderats trotz Mängel in der Ausschreibung
Der NABU (Naturschutzbund) Stuttgart begrüßt den am 19. Juli 2007 vom Gemeinderat beschlossenen neuen Stromvertrag mit der ENBW, mit dem die städtischen Liegenschaften ab 2008 zumindest zu 25 Prozent mit Ökostrom versorgt werden. Als einen Wermutstropen bei der Ausschreibung sieht der NABU allerdings die Ausschreibebedingungen an. Danach muss der Ökostrom nur zu 33 % aus neuen Anlagen kommen. Die restlichen 66 % werden aus dem herkömmlichen Strommix genommen, so dass die Stadt Stuttgart zwar mehr Ökostrom erhält, er aber dann im allgemeinen Mix der ENBW fehlt. Nur der Bezug von Ökostrom aus neu zu bauenden Anlagen gewährleistet aber den stetigen Ausbau der Erneuerbaren Energien und damit einen durch technischen Fortschritt und Skaleneffekte verursachte Senkung der Erzeugungspreise.
Weiterhin bedauert der NABU die rigiden Ausschreibebedingungen, aufgrund derer sich kein einziges Ökostromunternehmen bewerben konnte. „So richtig es ist, auf papierlose Abrechnung zu setzen, so sinnvoll wäre es gewesen, eine gewisse Übergangsregelung für die für alle Unternehmen noch neue Abrechnungsform zu ermöglichen. Hierdurch ist es nun praktisch wieder zu einer Monopolsituation gekommen, die durch das Energiewirtschaftsgesetz vor zehn Jahren ja abgeschafft werden sollte" sagt Dr. Peter Viebahn, NABU-Vorstand und Energiexperte.
Lesen Sie hierzu die gesamte Pressemitteilung:
NABU Stuttgart fordert die Stadt auf, Ökostrom zu beschaffen
Die Stadt Stuttgart hat sich vorbildliche Ziele für den Klimaschutz gesetzt. Die bisherigen Maßnahmen reichen nach unserer Einschätzung allerdings nicht aus, diese Ziele zu erreichen. Werden alle städtischen Liegenschaften auf Ökostrom (aus Neuanlagen) umgestellt, würde dies eine immense Förderung der Erneuerbaren Energien bedeuten. Angesichts der laufenden Ausschreibung für einen neuen Strom-Liefervertrag für die städtischen Gebäude hat der NABU Stuttgart Oberbürgermeister Schuster und alle Gemeinderäte aufgefordert, sich für Ökostrom zu entscheiden und eine Minderung von mindestens 50 % der Menge an CO2-Emissionen im Vergleich zum nationalen Strommix vorzugeben.
Sollte es aus politischen Gründen nicht gewünscht sein, in diesem Umfang den Klimaschutz durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu stärken, hat der NABU folgende Alternativen vorgeschlagen: Die Ausschreibung von zunächst nur einem bestimmten Prozentsatz an Ökostrom (z.B. 50% der städtischen Gebäude Ökostrom und 50% Normalstrom) oder die Bildung von Losen: So könnte z.B. für sämtliche Schulgebäude Ökostrom ausgeschrieben werden, um auf diesem Wege die Umweltbildung innerhalb der Schulen zu unterstützen.
Lesen Sie zur weiteren Information die folgenden Unterlagen:
NABU_Stuttgart_Pressedienst_0107: „NABU fordert Ökostrom für Stuttgart“