Presseinfos des NABU-Stuttgart

alle unsere Presseinfos zum Download

Der NABU Stuttgart gibt immer wieder zu den verschiedensten Themen Presseinformationen heraus.

Alle diese Presseinfos sind auf dieser Seite aufgelistet und können dort angesehen beziehungsweise heruntergeladen werden.

Die meisten unserer Presseinformationen liegen im PDF-Format vor. Um Dateien dieses Formats öffnen zu können brauchen Sie ein Programm wie den Adobe Reader von Adobe, welches Sie hier kostenlos herunterladen können.

Übersicht

Eine Übersicht über unsere Presseinfos, Stellungnahmen und Positionspapiere

 

Presseinfos

16. Januar 2012: Kötenwanderung: der Countdown läuft

11. Mai 2011: Stunde der Gartenvögel: Das große Zählen

04. Mai 2011: Birdrace: Ornithologen auf Vogeljagd

21. März 2011: Spatzen in Not? Aufruf zur Spatzenzählung

01. März 2011: Ein Jahrzehnt der Konflikte droht

27. Januar 2011: Vom Regenwald in den Großstadtdschungel

24. Januar 2011: Sei kein Frosch!

2010

02. Dezember 2010: Geißler-Show: Naturschutz bleibt Nebensache

13. September 2010: Nistkastenkontrolle: Großputz im Vogelheim

27. Juni 2010: Kleiner Nager mietet sich auch in Häusern ein

03. Mai 2010: Aufruf zur großen Vogelzählung

04. Februar 2010: Kröten retten beim Morgenspaziergang

2009

Stuttgarts bunteste Vögel

Abendstimmung in der Streuobstwiese

Stuttgarts Zugvögel heben ab

Ohne grüne Lunge droht die eiserne Lunge

Auf Spurensuche im Vogelheim

Sonntagsausflüge in die Streuobstwiesen

Der NABU lädt zur Batnight ein

Presseinfo: Jungvögel

Invasion der Seidenschwänze

Mit dem NABU Stuttgarts Wälder entdecken

Sperber, Bussarde und rastende Wiesenvögel

Spannende Einblicke garantiert

Der 'fliegende Edelstein' lebt auch in Stuttgart

Zaunkönig freut sich: Bald keine Kuckuckskinder mehr!

Zugvögel, Fledermäuse und Stuttgarts Bäume Exkursionen ins "Biotop Großstadt"

Die Batmans vom Max-Eyth-See

Sontagsspaziergang durch Canstatter Natur-Idyll

Exkursion zu den Reihern am Max-Eyth-See

Einsam und verlassen: Jungvögel in Not?

NABU beim Tag der Umwelt auf dem Schlossplatz

NABU sieht Stuttgart auf dem richtigen Weg: 25% Ökostrom ein erster Anfang

Der NABU Stuttgart fordert Ökostrom für Stuttgart

Stellungnahmen

Leserbrief: Ein schöner Stadt in dieser Zeit

Downhill-Strecke Degerloch-Heslach

Positionspapiere

Ökostrom für Stuttgart

Radverkehr über den Schillerplatz

Radverkehr auf dem Tallängsweg

Radverkehr auf der Theodor-Heuss-Straße

Ein Jahrzehnt der Konflikte droht

NABU Stuttgart spricht mit S 21-Moderator Wörner

STUTTGART – 1. März 2011. Der NABU Stuttgart, vertreten durch Vorsitzenden Hans-Peter Kleemann, traf sich am 25. Februar 2011 mit dem von der Landesregierung eingesetzten Stuttgart-21-Moderator, Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner.

Das Gespräch war von Wörner angeboten worden. Im Gegensatz zu einigen anderen Gruppierungen wies der NABU Stuttgart den Kontakt nicht zurück. Denn S 21 ist planfest­gestellt, der Bau hat begonnen. Vor diesem Hintergrund erachtet Hans-Peter Kleemann - selbst ausgebildeter, praktizierender Mediator und Moderator bei Infrastrukturvorhaben - für den NABU Stuttgart als sinnvoll, im Gespräch zu bleiben. In seiner Haltung sieht sich Kleemann auch durch die Gegebenheit bestärkt, dass Wörner nur weiterführt, was Schlichter Dr. Heiner Geißler geschickt eingefädelt hat. Auch Geißler hatte zu keinem Zeitpunkt das Projekt S 21 generell in Frage gestellt – allerdings durchgängig eine Prüfung aller ihm wesentlich erscheinenden Gesichtspunkte zugesagt und dies auch eingehalten.
Das Gespräch erfolgte in konstruktiver und freundlicher Atmosphäre. Kleemann machte die grundsätzlichen Bedenken des NABU Stuttgart gegen das Projekt deutlich und verwies darauf, dass seines Erachtens die erzwungene Baudurchführung zu einem „Jahrzehnt der Konflikte“ führen wird.
Wörner erläuterte, dass er die Aufgabe übernommen habe, die Möglichkeiten und Vorgehensweisen für einen Dialog zwischen der Landesregierung (bzw. den Projektbetreibern) und der Bürgerschaft (bzw. den Projektgegnern) zu prüfen und diese Aufgabe abschließen werde.
Einig waren sich die Gesprächspartner insoweit, dass ein dringender Bedarf an gesellschaftlicher Beteiligung besteht. Kleemann betonte, dass die ablehnende Haltung NABU Stuttgart gegenüber S 21 eine Weiterführung des begonnenen Dialogs nicht verhindere.

Der Vorsitzende des NABU Stuttgart stellt als seine Position zum Projekt S 21 klar:

 

1. Das Projekt ist unnötig und veraltet. Das einst zur Projektbegründung ermittelte Schienenverkehrsaufkommen hat sich längst als zweckdienliche Wunschvorstellung entlarvt.

2. Die seit Jahrzehnten überfällige Modernisierung der vorhandenen Schienenwege – welche auch beim Bau von S 21 noch über ein weiteres Jahrzehnt die Verbindung zwischen Paris und Bratislava sein werden – ist als einzige Lösung aus Sicht von Umwelt und Verkehr akzeptabel.

3. Die Modernisierung der Bestandsinfrastruktur braucht einen ebenso modernisierten Bahnhof. Ein Neubau – und dazu noch unterirdisch – wäre falsch.

4. Die Stadt Stuttgart, unterstützt vom Regierungspräsidium sowie der Landesregierung, hat es konsequent unterlassen, den innerstädtischen „Krankheitserregern Lärm und Luftschadstoffe“ wirksam zu begegnen. Der Bau von Stuttgart 21 erlaubt es ein weiteres Jahrzehnt nicht, diese für viele Stadtbewohnende gesundheitsbedrohliche Sachlage wirksam zu verbessern.

5. Dem gewaltigen Material- und Geräteeinsatz beim Bahnprojekt Stuttgart-Ulm sowie der damit verbundenen Verschleuderung inzwischen gesellschaftlich als wertvoll erkannter Energieressourcen steht kein erkennbarer Gewinn für die Allgemeinheit gegenüber. Das Projekt verfehlt den – von allen politischen Richtungen artikulierten – Zeitgeist des global verantwortlichen Handelns.

6. Das Bauvorhaben Stuttgart 21 zerstört einen Teil der sowieso viel zu geringen Erholungs- und Lebensräume für Mensch und Natur. Dies kann auch in keinster Weise dadurch ausgeglichen werden, dass im Anschluss an das Planungsvorhaben eine vergrößerte Stadtparkfläche in Stuttgart entstehen soll. Erstens wird die erschreckende Artenverarmung der Stadt hierdurch nochmals vorangetrieben. Zweitens reichen die zusätzlichen Stadtparkflächen bei Weitem nicht aus, auch nur den entstehenden Zuwachs an Verkehrsemissionen und Erholungsbedürftigen in Folge von Stuttgart 21 (Städtebauprojekt) auszugleichen.

7. Das Planfeststellungsverfahren zu Stuttgart 21, Abschnitt Innenstadt,  ist rechtmäßig verlaufen und abgeschlossen. Das in den Aufbaujahren der Nachkriegszeit entwickelte und im Zuge der Neubaujahre der Wiedervereinigungszeit zum Nachteil der wirksamen Bürgerbeteiligung umgestaltete Verwaltungsrecht ist unzeitgemäß. Der Konflikt um das Projekt S 21 weist wie kaum ein weiteres Projekt nach, dass eine Kluft zwischen dem mündigen Bürgertum und dem hoheitlich denkenden und handelnden Staat entstanden ist. Die Überwindung dieser Kluft stellt eine zentrale Aufgabe politischer, aber auch gesellschaftlicher Arbeit dar. Dies wird von der Landesregierung entweder nicht gesehen oder nicht ernst genommen. Die Rechtmäßigkeit des Planfeststellungsbeschlusses verhindert nicht, dass er wegen der fehlenden Bewältigung zwischenzeitlich erkannter Probleme und Mängel als legitime Projektabsicherung untauglich geworden ist.

 

Für Fragen der Medien steht Hans-Peter Kleemann unter Tel. 0176-21 98 62 40

zur Verfügung.

Vom Regenwald in den Großstadt-Dschungel

Ornithologen bitten Bevölkerung um Mithilfe

STUTTGART – 27.01.2011. Seit 1984 sorgen subtropische Papageien für ein exotisches Flair am Neckar. Dabei handelt es sich nicht um kurzfristig frei gelassene Käfigvögel, sondern um eine Brutpopulation, die sich seit Jahren in Freiheit fortpflanzt.  Momentan suchen Wissenschaftler nach den Schlafplätzen der Gelbkopfamazonen und bitten die Bevölkerung um Mithilfe.

Für viele Cannstatter gehören „ihre Gelbköpf“ mittlerweile zum gewohnten Anblick rund um den Wilhelmsplatz, den Rosensteinpark oder den Kurpark. Man weiß auch viel über sie zu berichten, doch nicht immer sind die Geschichten nahe an der Wahrheit. „Am meisten munkelt man, sie seien aus der Wilhelma ausgebüxt. Das stimmt so aber nicht“, weiß Michael Schmolz von der Stuttgarter Gruppe des Naturschutzbunds Deutschland (NABU), der sich seit vielen Jahren mit den Gelbkopfamazonen in Stuttgart beschäftigt. Woher die Papageien wirklich stammen, will Schmolz unter Verweis auf sein Exkursion am kommenden Sonntag noch nicht verraten, räumt aber ein, dass es schon „ein bisschen was mit der Wilhelma zu tun hat.“

Fakt ist, dass sich die Amazonen, die überwiegend aus den Bergregenwäldern Mittelamerikas stammen, in Stuttgart sichtlich wohl fühlen und sich auch fortpflanzen. Dennoch hat sich der Bestand in den 25 Jahren seit der ersten Brut nicht allzu sehr vergrößert. Gründe sind, dass die Jungvögel einige Jahre benötigen, um geschlechtsreif zu werden, und an den recht geringen Nachwuchsraten pro Paar. Derzeit wird die Zahl frei fliegender Papageien auf etwa 50, vielleicht auch 70 Exemplare geschätzt. Wie viele Amazonen genau in Stuttgart leben, weiß man nicht, denn noch nie wurden mehr als 44 Vögel gleichzeitig gesehen.

Das liegt auch daran, dass sich der Aktionsradius der Amazonen deutlich vergrößert hat. So werden die grünen Exoten mit dem gelben Kopf neuerdings regelmäßig am Max-Eyth-See gesichtet oder sogar in Stammheim, Fellbach und Ludwigsburg.
Eine gute Möglichkeit, die Papageien zu zählen, bietet sich an den gemeinsamen Schlafplätzen. „Wir gehen zwar davon aus“, so Schmolz, „dass ein Großteil der Amazonen noch an einem Schlafplatz zusammen kommt, doch sicher sind wir uns nicht“.
Um dies zu überprüfen traf sich unlängst eine Gruppe von Ornithologen vom Naturschutzbund (NABU) und  Mitarbeitern des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart. An mehreren Einflugschneisen sowie an bekannten und potenziellen Schlafplätzen nahmen die Zähler ihre Positionen ein.

Wer hat einen Schlafplatz entdeckt?

Doch trotz der groß angelegten Aktion konnten nur 41 Gelbkopfamazonen in Cannstatt entdeckt werden, vor allem am Wilhelmsplatz. „Wir können nicht glauben, dass das alle Amazonen gewesen sein sollen, denn dann hätten sich die subtropischen Papageien in den letzten zehn Jahren nicht vermehrt“, so Dr. Friederike Woog, Leiterin der ornithologischen Sektion des Naturkundemuseums Stuttgart. „Es könnte irgendwo noch weitere, uns unbekannte Schlafplätze geben“, so die Überlegung der Ornithologin. „Bloß wo?“
Zur Klärung der Frage nach den Schlafplätzen bitten die Experten um Unterstützung der Stuttgarter Bevölkerung aller Stadtteile: Wer in der Abenddämmerung Gelbkopfamazonen in Bäumen sitzen sieht, der möge die Beobachtungen bitte mitteilen an:

Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart, Stichwort: Gelbkopfamazone, Rosenstein 1, 70191 Stuttgart, Tel. 0711 / 893 62 80, oder per E-Mail an: amazonen_meldung@yahoo.de

Unbedingt anzugeben sind: Zeitpunkt der Beobachtung, exakter Ort (mit Straße und Hausnummer),  ungefähre Anzahl der Vögel und eine Kontaktadresse für Rückfragen

Sei kein Frosch! Hüpfer brauchen Lotsendienste

NABU Stuttgart sucht noch Amphibienhelfer

STUTTGART – 24.01.2011. Ab Februar gehen Frösche und Kröten wieder auf Wanderschaft. Wo Autostraßen ihren Weg zwischen Wald und Wasser durchschneiden, werden die Tiere oft massenweise überfahren. Krötenzäune können das verhindern. Der NABU Stuttgart sucht wieder Helferinnen und Helfer, um diese Zäune bis Mai zu betreuen.

Nachttemperaturen um fünf Grad Celsius lösen bei Amphibien wie Erdkröte, Gras- und Moorfrosch, den Wandertrieb aus. Manchmal schon im Februar, vor allem aber im März setzt der ganz große Run auf die Laichgewässer ein. So ist im vergangenen Jahr der 21. März in die Geschichte des NABU Stuttgart eingegangen. 1023 Erdkröten sammelten die ehrenamtlichen Amphibienhelfer damals ein, so viele wie nie an einem einzigen Tag. Insgesamt wurden 2010 rund 8000 Kröten, Fröschen und Molchen gerettet. Jetzt bereitet sich der NABU auf die neue Saison vor.
An fünf Straßen im Stadtgebiet von Stuttgart werden von der Stadtverwaltung Krötenzäune und die bekannten Krötenwarnschilder aufgestellt. Von Februar bis Mai suchen dann jeden Morgen die Amphibienhelfer alle Zäune ab und bringen die Tiere aus den installierten Fangeimern auf die andere Straßenseite. Von dort aus erreichen die Kröten und Frösche unbeschadet ihr Laichgewässer.
Helfer werden noch dringend gesucht! Mitzubringen ist etwa eine Stunde Zeit am Morgen von Februar bis Mai, Wochentag und Turnus kann frei gewählt werden. Die Aktion macht übrigens auch Spaß und ist eine Möglichkeit sich aktiv für die Stuttgarts Natur einzusetzen. Kommenden Freitag informieren die Experten vom NABU Stuttgart über die Aktion. Bitte anmelden unter Tel. 0711/62 69 44 oder NABU@NABU-Stuttgart.de

Termin: Freitag, 28. Januar 2011 um 19.00 Uhr NABU-Landesgeschäftsstelle, Tübingerstraße 15, 5. Stock (Haltestelle Rotebühlplatz/ Stadtmitte oder Österreichischer Platz) Übrigens: NABU Stuttgart für diese Aktion bereits zweimal mit dem Umweltpreis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet worden.

Geißler-Show: Naturschutz bleibt Nebensache

STUTTGART. Die Schlichtung ist zu Ende. Eine Anzahl unverbindlicher Absichts-erklärungen erfolgte. Themen wie Naturschutz und Gesundheitsvorsorge waren unverkennbar Nebensache. Themen wie Kosten und Zugfolgen haben die Weichen für die Bahn-Zukunft in Stadt und Land gestellt. Stuttgart 21 nimmt wieder Fahrt auf.

Weil Natur- und Gesundheitsschutz bei der Polit-Show Nebensache waren, bestehen alle diesbezüglichen Probleme weiter und werden durch den Schiedsspruch noch drängender. Wir wissen jetzt zwar, dass die Bäume im Mittleren Schlossgarten nicht gefällt werden dürfen, es sei denn, sie sind krank. Da kranke Bäume in der Vergangenheit bereits gefällt wurden, sind die verbliebenen Bäume wohl als vital anzunehmen. Bereits die Entscheidung darüber, ob Bäume als krank eingestuft werden könnten (und nicht nur „krankgeredet“ werden), birgt einiges Konfliktpotential. Die Idee von Schlichter Heiner Geißler, gesunde Exemplare umzupflanzen, ist aus unserer Sicht vollkommen abwegig. Es gibt keine echte Chance, derartig mächtige Bäume, deren Wurzelwerk oft ähnlich groß wie die Krone ist, unbeschadet zu verpflanzen.

Darüber hinaus stellt die Verpflanzung – ebenso wie eine Fällung – einen Verstoß gegen das Artenschutzrecht dar, weil die dort lebenden, streng geschützten Arten an den Lebensraum „Mittlerer Schlossgarten“ gebunden sind. Und auch ein kranker Baum kann geschützten Arten beste Lebensräume bieten – die Frage des Artenschutzes bleibt also nach wie vor ungelöst. Von all dem hatte Schlichter Geißler sicherlich keine Ahnung.

Der Schlichtungsspruch verlangt, im neu zu bauenden Rosensteinviertel die fürs Stadtklima notwendigen Frischluftschneisen zu schaffen, eine offene Parkanlage mit Schotterflächen anzulegen und ökologisch zu bauen. Dies wird keinesfalls genügen, den Schaden wettzumachen, den die Bebauung des Gleisvorfeldes mit sich bringt.

Als Ergebnis stellt der NABU Stuttgart fest, dass zwar für die meisten Akteure der Naturschutz bei Stuttgart 21 Nebensache war, bei unseren zukünftigen Aktivitäten zu Stuttgart 21 jedoch Hauptsache bleiben wird. Wir bleiben bei unserer Ablehnung der Eingriffe durch das Projekt Stuttgart 21. Nach der Schlichtung ist vor der Schlichtung.

Für Rückfragen der Medien steht Hans-Peter Kleemann, Vorsitzender des NABU Stuttgart, unter der Tel.-Nr. 0711/47 65 20 zur Verfügung.

Nistkastenkontrolle

Großputz im Vogelheim

STUTTGART. Im Herbst und Winter ziehen die Nistkastenkontrolleure wieder mit
Leiter und Schreibzeug durch die Stuttgarter Parkanlagen. Sie prüfen und reini-
gen mehrere Hundert Kästen. Dazu sucht der NABU Stuttgart noch engagierte
Helfer/innen. Überraschungen sind garantiert!

Nun ist auch die letzte Meise ausgeflogen, ebenso alle Stare, Mauersegler, Kleiber und Rotschwänzchen. Daher haben die künstlichen Nisthilfen ausgedient, die in Stuttgart die fehlenden natürlichen Bruthöhlen ersetzen. Damit im kommenden Frühjahr erneut in den Vogelheimen gebrütet werden kann, müssen die alten Nester entfernt werden. Gleichzeitig dient diese Aktion der Bestandsaufnahme, denn die Helfer notieren, wer wo und mit welchem Erfolg gebrütet hat. Manchmal bekommen sie es auch mit „Haus- besetzern“ zu tun: Auch Haselmäuse oder Siebenschläfer machen es sich in den Kästen gemütlich und können meist live beobachtet werden.

Wer mitmachen will, sollte gut zu Fuß sein, eine Leiter tragen oder erklettern können und im Herbst und Winter einige Stunden oder Tage Zeit investieren. Bevor es losgeht, erhalten alle Helfer/innen am kommenden Freitag eine Praxis Schulung. Anmeldung bitte bis zum 16.9.

Termin:
Freitag, 17. September 16.30 Uhr
Treffpunkt: Eingangsbereich Schloss Rosenstein
Leitung:
Martina Dongus, NABU Stuttgart

Anmeldung: NABU-Geschäftsstelle
Tel. 0711/62 69 44 oder nabu@nabu-stuttgart.de

Kleiner Nager mietet sich auch in Häusern ein

Siebenschläfertag am 27. Juni / NABU gibt Tipps zum Umgang mit dem Tier

Stuttgart – „Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag“ – wer kennt sie nicht, die alte Bauernregel zum Siebenschläfertag am 27. Juni. Dass dieser Tag mit dem Siebenschläfer zusammenhängt, ist jedoch ein Irrtum. Der Siebenschläfertag geht auf eine Legende zurück: Sieben Christen sollen in Ephesus bei einer Verfolgung durch Kaiser Decius im Jahr 251 in eine Berghöhle geflüchtet sein. Dort wurden sie jedoch entdeckt, eingemauert und schliefen 195 Jahre lang. Erst am 27. Juni 446 wurden die sieben Schläfer angeblich in ihrer Höhle entdeckt und wieder geweckt.  

Und was hat es nun mit dem kleinen Nagetier auf sich? Der Siebenschläfer gehört zu den Schlafmäusen oder „Bilchen“. Er ist der größte heimische Vertreter dieser Familie: Das oben graubraun und unten hellgraue Tier misst rund 15 Zentimeter. Dazu kommt noch ein imposanter, buschiger Schwanz. „Seinen Namen trägt er völlig zu Recht: Im Winter legt er sich für rund sieben Monate zur Ruhe“, erklärt Kathrin Schlecht, Mitarbeiterin des NABU Stuttgart.

 
Siebenschläfer sind nur selten zu beobachten, da sie vor allem nachts in Gärten und Wäldern unterwegs sein. Im Spätsommer bringen die Weibchen in Baumhöhlen und Nistkästen die nackten Jungen zur Welt. Oft fehlt es jedoch den Siebenschläfern an alten Bäumen mit geeigneten Höhlen. Daher mieten sie sich auch häufig auf dem Dachboden von Häusern ein. Kleine Schäden verursachen dann immer wieder Konflikte mit den Menschen. Der NABU rät, die kleinen Untermieter wenn möglich zu dulden und ihnen Unterschlupf zu gewähren. „Wen die Untermieter gar zu arg stören, sollte sie auf keinen Fall füttern. Vertreiben lassen sie sich oft durch laute Musik, penetranten Duft von Räucherstäbchen und Marderschutzgeräte für Autos“, erklärt die NABU-Mitarbeiterin. 

In der Broschüre „Marder, Elster, Siebenschläfer…Sorgentiere in Haus und Garten“ gibt der NABU weitere Tipps, wie man Konflikte mit Tieren vermeiden kann. Sie kann für drei Euro plus Versandkosten beim NABU bestellt werden: NABU Baden-Württemberg, Tübinger Str. 15, 70178 Stuttgart, Tel. 0711-966 72 12 oder Service ( at ) NABU-BW.de

Aufruf zur großen Vogelzählung

NABU Aktion „Stunde der Gartenvögel“ vom 7. bis 9. Mai 2010

Bild: Gartenrotschwanz
Gartenrotschwanz

STUTTGART, 3. Mai 2010 – Der NABU Stuttgart ruft vom 7. bis 9. Mai dazu auf, eine Stunde lang die Vögel im Garten, vom Balkon aus oder im Park zu zählen und zu melden. Die Ergebnisse werden mit Spannung erwartet. Gibt es zum Beispiel weniger Grünfinken, nachdem ihnen im vergangenen Sommer eine Infektion schwer zusetzte? Haben sich Zaunkönige und Rotkehlchen vom harten Winter erholt? 

So wird es gemacht: Von einem ruhigen Plätzchen aus Vögel beobachten und von jeder Vogelart die höchste Anzahl melden, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann.

Die Zahlen können per Post, Telefon (kostenlose Rufnummer am 8. und 9. Mai von 10.00 bis 18.00 Uhr: 0800-1157-115) oder im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet werden. Zu gewinnen gibt es attraktive Preise, darunter ein Apple iPod touch. Einsendeschluss ist der 17. Mai 2010.

Teilnahmebogen, Bestimmungshilfen, ein „Vogel-Psychotest“ sowie weitere Informationen unter www.stunde-der-gartenvoegel.de sowie beim NABU-Infoservice, Tel. 030-284984-6000. 
 
Der NABU Stuttgart bietet aus diesem Anlass zwei Exkursionen am Sonntag, den 9. Mai an: 

Naturkundliche Führung ins Mussenbachtal (Mühlhausen)

Reinhard Pilz und Eva Göppel führen ins Mussenbachtal, ein Seitental des Neckars. Es bietet zahlreichen Vögeln und Wildblumen einen Lebensraum. Vor allem die Nachtigall ist an anderer Stelle in Stuttgart kaum noch zu hören.

Treffpunkt: 9.00 Uhr, Haltestelle Hornbach der U14. Die Führung ist kostenfrei. 

Familienexkursion auf den Lemberg (Feuerbach)

Eine Exkursion für die ganze Familie bieten Maria Ruland und Ulrich Tammler an. Die Vögel des Waldes und der Streuobstwiese am Greutterwald und Lemberg werden Groß und Klein nahegebracht. Anmeldung in der Geschäftsstelle unter 0711 / 62 69 44, pro Person werden 3,- EUR für Mitglieder und 4,- EUR für Nichtmitglieder des NABU erhoben.

Treffpunkt: 15:30 Uhr Haltestelle Landauer Straße der U6  

Hintergrundinformation:

Die Stunde der Gartenvögel findet bereits zum 6. Mal statt. Je mehr Menschen ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Allein 2009 zählten über 45.000 Vogelfreunde rund eine Million Vögel. Eine Übersicht über alle bisher gesammelten Daten zeigen neue Karten auf www.stunde-der-gartenvoegel.de<wbr></wbr>. Die Daten werden direkt nach der Eingabe übersichtlich dargestellt und können nach Vogelart, Bundesland oder Landkreis abgerufen und mit den Daten aus den vergangenen Jahren verglichen werden.

Kröten retten beim Morgenspaziergang

NABU sucht Helfer für Amphibienschutzaktion

STUTTGART- 4. Februar 2010. Ab März wandern Kröten, Frösche und Molche zu ihren Laichgewässern. Wo sie Straßen überqueren müssen, droht ihnen höchste Gefahr. Zäune können verhindern, dass die Tiere auf die Straße hüpfen. Für die morgendliche Kontrolle der Zäune sucht der NABU Stuttgart jetzt Helfer.  

Kröten gehören nicht gerade zu den Schönheitsköniginnen im Tierreich. Kein jubilierender Gesang, kein weiches Fell, kein sanfter Blick, sondern mit Warzen übersät und starrem Blick - und doch sind es faszinierende Geschöpfe, die aber im dicht besiedelten Gebiet unsere Hilfe benötigen. Sobald im März der erste laue Regen einsetzt, beenden Erdkröten, Laubfrösche und Molche ihren Winterschlaf und verlassen ihre Verstecke in Laubhaufen und unterm Boden. Sie suchen die Seen, Weiher und Tümpel auf, in denen sie geboren wurden, um sich dort ihrerseits fortzupflanzen. Einige Amphibienwanderwege kreuzen Straßen und jeder Autofahrer weiß, was das bedeutet: Zu Hunderten werden vor allem die Erdkröten in feuchtwarme Frühlingsnächten überfahren, ganze Straßenabschnitte gleichen einem Schlachtfeld. Die Kröten bezahlen mit ihrem Leben, die Sicherheit der Autofahrer ist ebenfalls gefährdet.  

Aus gutem Grunde bündeln daher Stadt und NABU Stuttgart seit vielen Jahren ihre Kräfte beim Amphibienschutz. Die Stadt stellt Amphibienzäune auf und beschildert die Straßen mit dem bekannten „Krötenwarnschild“. Ehrenamtliche Helfer klappern jeden Morgen die Zäune ab, tragen die gefangenen Amphibien im Eimer über die Straße und lassen sie dort wieder frei. 50 bis 60 Stuttgarterinnen und Stuttgarter helfen jedes Jahr und betreuen die „Krötenwanderzonen“ Falkenstraße (Sonnenberg), Solitude, Steinbachsee (bei Büsnau), Frauenkopf und das Hauptvorkommen der Stuttgarter Erdkröten am Schattengrund bei den Bärenseen. 2008 konnten 8000 Erdkröten sicher auf die andere Seite gebracht werden, 2009 waren es rund 4300.  

Die Aktion beginnt am 17. Februar und endet im Mai. Wann natürlich die Amphibien zu wandern gedenken, hängt vom Wetter ab. 

Wer helfen will, übernimmt bestimmte Tage und kontrolliert morgens vor 9 Uhr sein Revier. Das muss allerdings sehr zuverlässig geschehen, sonst leiden die im Eimer gefangenen Tiere. Wir suchen besonders noch Helfer/Innen für den Steinbachsee und Solitude (jeweils wochentags) sowie am Schattengrund.  

Interessierte wenden sich bitte an die Geschäftsstelle des NABU Stuttgart (Tel. 0711/626944 oder NABU ( at ) NABU-Stuttgart.de), die auch über den Ablauf informiert.

Stuttgarts bunteste Vögel

NABU-Exkursion zu den wild lebenden Papageien im Rosensteinpark

Gelbkopfamazone

STUTTGART – 14. Dezember 2009. Seit 1984 wird in Stuttgart (unfreiwillig) bewiesen, dass Papageien nicht nur im Regenwald, sondern auch im Großstadt-Dschungel überleben können. Mittlerweile sind es rund 50 der bunten Vögel, die die Gegend rund um die Wilhelma und den Cannstatter Kurpark besiedeln.   

Irgendwann im Jahre 1984 öffnete sich irgendwo im Stadtgebiet ein Käfigtürchen und eine Gelbkopfamazone büchste aus. Das Tier überstand entgegen aller Erwartungen den ersten Winter in Freiheit, fand genügend Futter, entkam Habicht, Fuchs und Kältetod und bekam dank der Bemühungen einiger wohlmeinender Tierfreunde sogar einen Partner. Das Pärchen begann 1986 zu brüten und begründete den Stuttgarter Clan der Gelbkopfamazonen.

Nach wie vor trifft man vor allem im Kurpark, im Rosensteinpark und rund um die Wilhelma auf die giftgrünen Papageien mit den knallgelben Köpfen. Weil die Vögel so ziemlich alles fressen, was ihnen an pflanzlicher Nahrung vor den Schnabel kommt und nicht wählerisch sind, überleben sie problemlos in Stuttgart: Wie viele andere Vögel auch profitieren sie vom reich gedeckten Tisch in der nahen Wilhelma, wo bei den Gehegen und Futterstellen immer ein Bröckchen zu finden ist. Außerdem futtern sie gerne Kirschenkerne, Platanen- und Eibensamen oder vertrocknete Zwetschgen.

Eigentlich kommen die Vögel nicht in Mitteleuropa - und auch nicht am Neckar - vor. Ihre Heimat sind Regenwälder in Mexiko. Umso spannender ist ein Besuch bei den einzigen tropischen Papageien aus der Familie der Amazonen, die in Europa in freier Wildbahn beobachtet werden können. Der Ornithologe Michael Schmolz vom NABU Stuttgart hat die Vögel seit langem eingehend studiert und kann viele spannende Geschichten rund um Stuttgarts bunteste Vögel erzählen. Auch wird er kritisch Stellung nehmen zum Aussetzen von fremden Arten. Denn diese sogenannten "Neozoen" können für heimische Tiere zur Bedrohung werden, wenn sie ihnen Lebensraum zu erfolgreich streitig machen. Bei Stuttgarts Papageien ist dies aber bislang nicht der Fall. 

Termin:

Sonntag, 20. Dezember, 14.30 Uhr 

Treffpunkt:

Stuttgart-Ost, Haltestelle "Mineralbäder" (U1, U2, U14)

Abendstimmung in der Streuobstwiese

NABU Stuttgart lädt zur vogelkundlichen Führung nach Weilimdorf ein

Wacholderdrossel, Foto: U. Tammler

STUTTGART – 7. Dezember 2009. Langsam kehrt in den Wäldern immer tiefere Ruhe ein, auch unter den Vögeln. Revierkämpfe und Brutpflege entfallen, jetzt geht es ums Überleben im Winter. Der NABU Stuttgart lädt am kommenden Sonntag zu abendlichen Vogelbeobachtungen im Greutterwald ein. Exkursionsleiter Ulrich Tammler wird außerdem rund um das Füttern im Winter informieren.

Zwischen Weilimdorf und Korntal erstreckt sich mit 151 Hektar Stuttgarts größtes Naturschutzgebiet, der Greutterwald. Bei entsprechendem Wetter, genießt man hier eine der schönsten Sonnenuntergangsstimmungen Stuttgarts - gerade im Winter. Der Weg wird zunächst am Lemberg vorbeiführen, dann geht es durch die Streuobstwiesen. Vorteil der kalten Jahreszeit ist, dass durch das fehlende Laub die Vögel hervorragend zu beobachten sind - besonders gilt das für die Spechte, von denen in diesem Gebiet allein sechs Arten vorkommen. Weiter können mit ein bisschen Glück viele der Vögel beobachtet werden, die über Winter bei uns bleiben wie Baumläufer, Rotkehlchen oder Zaunkönig. Ulrich Tammler hofft auch auf die Wintergäste Bergfink, Kernbeißer und Erlenzeisig. Besonders hübsch anzusehen sind die gesprenkelten Wacholderdrosseln und die munteren Schwanzmeisen – beide Arten lieben es, sich in größeren Trupps zusammenzutun.

Hintergrundinformation:

1984 wurde das Schutzgebiet Greutterwald ausgewiesen, nicht zuletzt wegen der für eine Großstadt ungewöhnlich ausgedehnten Streuobstwiesen. Hier kommen neben vom Aussterben bedrohten Spechtarten auch noch viele andere bedrohte Tierarten vor, z.B. Feuersalamander, Gelbbauchunke und Fledermäuse. Diese verbringen die kalte Jahreszeit im "Winterschlaf" und sind bei dieser Exkursion nicht zu beobachten.

Termin:

Sonntag, 13. Dezember 2009, 15.00 Uhr
Dauer: 2 bis 3 Stunden

Treffpunkt:

S-Weilimdorf, Haltestelle "Landauer Straße" (U6)
Wer ein Fernglas hat, sollte dies mitbringen.

Stuttgarts Zugvögel heben ab

Vogelbeobachtung beim 13. Birdwatch in Deutschland am 3./4. Oktober

Ein ornithologischer Höhepunkt des Jahres steht unmittelbar bevor: Der Naturschutzbund NABU veranstaltet am 3. und 4. Oktober ein „Wochenende des Vogelzugs“ – den Birdwatch 2009. Bei entsprechendem Wetter sind in Stuttgart mehrere Tausend Buchfinken zu erwarten sowie zahlreiche Greifvögel. Der NABU Stuttgart organisiert zwei Exkursionen im Stadtgebiet, um das faszinierende Schauspiel unter professioneller Anleitung mitzuerleben.

Dazu die Presseinfo: "Stuttgarts Zugvögel heben ab".

Ohne grüne Lunge droht die Eiserne Lunge

NABU Stuttgart informiert beim Deutschen Lungentag rund um Stuttgarts Luft

Am kommenden Samstag, den 26.09., treffen sich Mediziner und Selbsthilfegruppen beim Deutschen Lungentag in Stuttgart. Auch der Naturschutzbund NABU, Ortsgruppe Stuttgart, wird bei der Veranstaltung auf dem Fernsehturm rund um das Element der Lunge, die Luft, informieren. Denn gerade in Stuttgart steht es um die Luftqualität besonders schlecht.

 

Dazu die Presseinfo: "Ohne grüne Lunge droht die eiserne Lunge"

Auf Spurensuche im Vogelheim

NABU Stuttgart sucht Helfer für die Nistkasten-Kontrolle

Die Meisenjungen sind längst ausgeflogen, verlassen hängen viele Hundert Nistkästen an den Bäumen der Stadt. Jetzt ist für die Freiwilligen des Naturschutzbunds (NABU) Stuttgart die Zeit gekommen, um die Kästen zu öffnen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Wer hier mitmachen will: Am Freitag, 18. September um 16.30 Uhr findet im Rosensteinpark die Einführung statt.

Mehr dazu in der Presseinfo: "Auf Spurensuche im Vogelheim"

Sonntagsausflüge in die Streuobstwiesen

Besuchen Sie mit uns Stuttgarts Streuobstwiesen

Streuobstwiese, Hannes Huber, NABU BW

Stuttgart ist mit Recht stolz auf seine Reben, macht aber nicht
viel Aufhebens um seine Streuobstwiesen. Schade, denn immerhin hat die
Landeshauptstadt überhaupt noch solche Paradiesgärtlein vorzuweisen, wenn
auch in abnehmender Zahl. Dort gedeihen alte Apfel- und Birnensorten wie
Gewürzluiken und Berlepsch, außerdem sind hier Spechte, Fledermäuse und
Orchideen zu Hause. An den kommenden drei Sonntagen veranstaltet der
NABU Stuttgart Exkursionen hierher.

Presseinfo: Sonntagsausflüge in die Streuobstwiesen

Veranstaltungen:

-Am 23.8. führt Dr. Ulrich Tammler durch die Streuobstwiese Greutterwald mit dem Schwerpunkt
Vögel/Vogelzug und Naturschutzfragen
Treffpunkt: 9.00 Uhr U-Bahn-Haltestelle Landauer Straße (U6)

- Am 30.8. geht Paul Epp nicht nur auf die Vogel- und Insektenwelt ein, sondern auch obstbaulichen
Fragen nach.
Treffpunkt: 9.00 Uhr Plieningen Garbe (U-Bahn-Endhaltestelle U3)

- Am 6.9. stehen bei Reinhard Pilz und Eva Göppel neben den Vögeln auch die Wiesenblumen
und Bäume im Garten- und Streuobstgebiet von Neugereut im Blickpunkt.
Treffpunkt: 8.30 Uhr U-Bahn-Haltestelle Neugereut (Endhaltestelle U2)

Der NABU lädt zur Batnight ein

Lernen Sie die Fledermäuse näher kennen

Großer Abendsegler

Am 29. August ist es wieder soweit: Der NABU lädt zur 13. europäischen Fledermausnacht ein.

Der NABU Stuttgart bietet dazu am Abend eine 2-teilige Veranstaltung an.

Lesen Sie mehr in unserer Presseinfo dazu: Presseinfo zur Batnight

Presseinfo: Jungvögel

Am Boden hockende Jungvögel sind nicht verlassen

Junge Amsel

Eine Situation wie viele sie kennen: Ein scheinbar verlassener Jungvogel sitzt ängstlich in einem Gebüsch und stößt klägliche Rufe aus.

Zu diesem Thema haben wir eine Presseinfo herausgebracht, in der Sie sich informieren können, wie Sie sich in diesem und anderen Fällen im Umgang mit Jungvögeln am besten verhalten können.

Presseinfo lesen

Invasion der Seidenschwänze

Tausende der schönen Vögel in und um Stuttgart gesichtet

Seidenschwanz, Foto: R. Jürgens

STUTTGART – 23. März 2009. Beim NABU Stuttgart steht das Telefon nicht still: Viele Stuttgarter wollen wissen, was für merkwürdige Vögel in Schwärmen bis zu mehreren Hundert Tieren auf den Bäume sitzen und sich teils bis mitten in die Stadt wagen. Es handelt sich dabei um Seidenschwänze, die dank ihres beige-roséfarbenen Gefieders natürlich für besonderes Aufsehen sorgen. Insgesamt wurden bereits über 1000 Vögel gezählt.

Solche Seidenschwanzinvasionen kommen alle paar Jahre vor. Im Herbst zogen relativ unbemerkt, weil schnell, große Massen bis in die Schweiz, jetzt fliegen sie wieder zurück in ihre Brutgebiete nach Norden und fressen sich an den Stuttgarter Beeren satt.

Sowohl Beobachter aus der Bürgerschaft als auch Ornithologen melden dem NABU Stuttgart ständig neue Zahlen. Die größten Trupps wurden in Büsnau, Vaihingen, Giebel und Kornwestheim gesichtet – dort hat ein junger Nachwuchsornithologe allein rund 300 Stück entdeckt... 

Dazu unsere Presseinfo: Invasion der Seidenschwänze

Mit dem NABU Stuttgarts Wälder entdecken

Exkursionen und Vorträge im neuen Halbjahresprogramm

Eine immer wieder gestellte Frage: Wie schaffen es so winzige Vögelchen wie das Goldhähnchen überhaupt, die klirrenden Winternächte zu überleben? Und was tut sich im Dickicht und in den höchsten Wipfeln der Bäume? Fra-gen rund um die Tierwelt des Stuttgarter Waldes widmet der NABU Stuttgart bis Juni einen Schwerpunkt. Das umfassende Halbjahres-Programm enthält auch einen Rund-gang durch alte Weinberge inklusive Weinverkostung.

Dazu unsere Presseinfo: Mit dem NABU Stuttgarts Wälder entdecken

Sperber, Bussarde und rastende Wiesenvögel

Exkursion auf die Vördere an der Grenze zu Kornwestheim

12. November 2008. Die große Reisewelle in der Vogelwelt erreicht das vorerst letzte Stadium. Am kommenden Sonntag führt eine Exkursion des NABU Stuttgart auf die Vördere und ins Mussenbachtal an der Grenze zu Korn-westheim, zwei ideale Plätze, um auch mal größere Trupps Bussarde beim Durchzug zu beobachten. Die weiten, offenen Wiesenflächen haben es auch ras-tenden Vögeln und ersten Wintergästen angetan, die sogar aus der Mongolei ein-fliegen.

Dazu unsere Presseinfo: Sperber, Bussarde und rastende Wiesenvögel

Spannende Einblicke garantiert

NABU Stuttgart sucht Helfer für die Nistkasten-Kontrolle

Nistkastenkontrolle mit dem NABU Stuttgart

Die grau-braunen Nistkästen an Hunderten Bäumen im Stadtgebiet sind vielen ein vertrauter Anblick. Doch was spielt sich hinter dem Ein-flugloch so alles ab? Jeden Winter ziehen Freiwillige des Naturschutzbunds Stuttgart (NABU) mit Leiter und Notizbuch bewaffnet durchs Stadtgebiet, werfen einen Blick in Kasten für Kasten – und erleben so manche Überraschung. Wer mitmachen will: Am kommenden Samstag, 15. November um 15.00 Uhr findet im Rosensteinpark die Einfüh-rung statt, ab Dezember geht es dann los.

Dazu unsere Presseinfo: Spannende Einblicke garantiert

Der ‚fliegende Edelstein’ lebt auch in Stuttgart

Eisvogel ist der Vogel des Jahres 2009

Vogel des Jahres 2009

Vogel des Jahres 2009 ist der Eisvogel, der
besonders an Fließgewässern zuhause ist. Auch in Stuttgart kommt der
"fliegende Edelstein" an mehreren Stellen vor. Wo er zu beobachten ist, verrät
der Naturschutzbund (NABU) Stuttgart.

Dazu unsere Presseinfo: Der ‚fliegende Edelstein’ lebt auch in Stuttgart

Zaunkönig freut sich: Bald keine Kuckuckskinder mehr!

Immer wieder bekommt auch der Zaunkönig von dem zehnmal so großen Kuckuck ein Ei untergeschoben und muss dann den fremden Nimmersatt großziehen, während es sich die wahren Eltern frei vom Brutgeschäft gut gehen lassen. Doch damit ist vielleicht bald Schluss, denn in Stuttgart pfeift der Kuckuck aus dem letzten Loch.

Dazu unsere Presseinfo: Zaunkönig freut sich: Bald keine Kuckuckskinder mehr!

Zugvögel, Fledermäuse und Stuttgarts Bäume Exkursionen ins "Biotop Großstadt"

Der Sommer geht, das neue NABU Programm kommt. Mit einem umfangreichen Exkursionsangebot will der NABU Stuttgart allen Interessierten die Lebenswelt in unserer Stadt näher bringen. Im zweiten Halbjahr liegt der Fokus auf dem größten Gewässer Stuttgarts, dem Max-Eyth-See.

Mehr dazu in unserer Presseinfo: Zugvögel, Fledermäuse und Stuttgarts Bäume Exkursionen ins "Biotop Großstadt"

Die Batmans vom Max-Eyth-See

Nahezu zeitgleich mit dem Kinostart des Batman-Films rücken die Fledermäuse auch bei den Naturschützern ins Zentrum des Interesses: Am Samstag, 30. August, findet die diesjährige European Batnight statt. Mit einem Bat-Detektor nähert sich der NABU Stuttgart im Rahmen zweier Exkursionen den faszinierenden Jägern der Nacht an.

Mehr dazu in unserer Presseinfo: Die Batmans vom Max-Eyth-See

Sonntagsspaziergang durch Cannstatter Natur-Idyll

Am kommenden Sonntag, dem 17. August, lädt
der NABU Stuttgart nach Bad Cannstatt zu einer Exkursion durch das Gebiet
Lerchenheide/ Kreutelstein ein. Welche der vielen seltenen Vogelarten sich
zeigen werden, ist ungewiss. Sicher ist: Der zweistündige Spaziergang führt
durch verwunschene Winkel, Obstgärten mit uralten Bäumen und einem
sagenhaften Blick auf Cannstatt und das Neckartal.

Mehr dazu in unserer Presseinfo: Sonntagsspaziergang durch Cannstatter Natur-Idyll

Exkursion zu den Reihern am Max-Eyth-See

Kommenden Sonntag, den 13. Juli veranstaltet der Naturschutzbund
(NABU) Ortsgruppe Stuttgart eine Führung zur Graureiher-Kolonie am Max-Eyth-See. Jede
Wanderung zu den Vögeln mit dem herrlichen Gefieder führt in gewissem Sinne zurück
zu den Wurzeln des NABU und zu Lina Hähnle, die der Reiher wegen zur Grande
Dame des deutschen Naturschutzes werden sollte.

Mehr dazu in unserer Presseinfo: Exkursion zu den Reihern am Max-Eyth-See

Einsam und verlassen: Jungvögel in Not?

In diesen Tagen mehren sich die Anrufe beim NABU Stuttgart: Tierliebe
Mitbürger sammeln scheinbar „völlig hilflose“ Jungvögel auf und mutmaßen, sie seien
aus dem Nest gefallen. Nun wissen sie aber nicht, was sie mit den piepsenden Geschöpfen
anfangen sollen. Rat des NABU Stuttgart: Die Jungvögel nicht mitnehmen, sondern
an einen geschützten Platz setzen.

Mehr dazu in unserer Presseinfo: Einsam und verlassen: Jungvögel in Not?

NABU beim Tag der Umwelt auf dem Schlossplatz

Zahlreiche Aktionen begleiten den Tag der Umwelt am kommenden Samstag,
dem 7. Juni auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Auch der NABU Stuttgart beteiligt
sich mit Infostand und Vogelquiz sowie einer Exkursion. Diese führt in den Schlossgarten
und zeigt: Stuttgarts Wasservögel haben sich in besonderer Weise ans Großstadtleben
angepasst.

Mehr dazu in unserer Presseinfo: NABU beim Tag der Umwelt auf dem Schlossplatz

NABU sieht Stuttgart auf dem richtigen Weg: 25 % Ökostrom ein erster Anfang

Der NABU (Naturschutzbund) Stuttgart begrüßt den heute vom Gemeinderat beschlossenen neuen Stromvertrag mit der ENBW, mit dem die städtischen Liegenschaften ab 2008 zumin-dest zu 25 Prozent mit Ökostrom versorgt werden. Der NABU hatte sich in den letzten Mona-ten für eine ökologischere Stromversorgung der Stadt Stuttgart eingesetzt. Auch wenn er von Oberbürgermeister Dr. Schuster und den Gemeinderäten mindestens 50 Prozent Ökostrom gefordert hatte, so sieht es NABU-Vorstand und Energieexperte Dr. Peter Viebahn dennoch als Erfolg an, dass bei Verwaltung und Politik ein Bewusstseinswandel eingesetzt habe und Stuttgart jetzt eine Vorreiterrolle unter den deutschen Großstädten einnähme.

Mehr dazu in unserer Presseinfo: NABU sieht Stuttgart auf dem richtigen Weg:
25 % Ökostrom ein erster Anfang

Der NABU Stuttgart fordert Ökostrom für Stuttgart

Der NABU (Naturschutzbund) Stuttgart begrüßt das von Oberbürgermeister Dr. Schuster vorgestellte Zehnpunkteprogramm für mehr Klimaschutz in Stuttgart. Auch der NABU Stuttgart ist der Ansicht, dass nicht zuletzt die Klimakonferenzen von Paris und Bangkok wieder deutlich gemacht hätten, was für schwerwiegende Folgen der Klimawandel haben würde. Umso wichtiger sei es, dass die Kommunen vorbildhaft Energieverbrauch und Emissionserzeugung auf ein Mindestmaß reduzierten.

Dazu unsere Presseinfo: NABU fordert Ökostrom für Stuttgart

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