Was essen wir bloß zu Weihnachten?

Hausgans (Foto: NABU)
Hausgans (Foto: NABU)

 

Gans schön lecker?

Nur noch ein paar Tage und dann ist es wieder soweit. Das große Festtagsessen steht an und wie alle Jahre wieder landen Gans, Ente oder anderes Getier auf dem Teller. Dabei ist die Gans der Deutschen liebstes Festtagsmahl. Der Großteil der Gänse wird jedoch aus dem Ausland importiert, vor allem aus Polen und Ungarn. Die Tiere werden dort in kürzester Zeit gemästet, lebendig gerupft und gestopft. Diese Tiere erleiden Qualen und sind wirklich arm dran. Wer sich also für eine Gans entscheidet, sollte hier also lieber auf die Billig-Gänse aus Osteuropa verzichten. Die Lebensumstände wirken sich zudem auf den Geschmack des Fleischs aus. Doch selbst wenn die Gans aus Deutschland kommt, garantiert dies nicht, dass sie artgerecht gehalten wird. Schöne Marketing-Formulierungen auf der Verpackung, die gesetzlich ungeschützt verwendet werden dürfen und hinter denen keine Standards stehen, sind trügerisch. Wer faires und gutes Fleisch kaufen möchte, geht am besten zum Bio-Metzger oder bestellt seine Weihnachtsgans bei einem Bio-Bauernhof. Ökologisch und regional erzeugtes Fleisch von heimischen Gänsen ist nachhaltig, schmeckt besser, ist wertschätzender gegenüber dem Tier und unterstützt auch unsere Landwirte vor Ort.

 

Wertschätzung braucht einen fairen Preis
Natürlich hat so eine Bio-Gans seinen Preis und möglicherweise hat nicht jeder den Geldbeutel dafür. Doch wir essen sie schließlich auch nicht jeden Tag!
Vielleicht lässt uns gerade der Preis einmal innehalten und überlegen, was wir da eigentlich so ganz selbstverständlich essen. Vielleicht verzichten wir dann mal auf das eine oder andere Geschenk, tischen aber stattdessen ein gutes Essen auf und genießen die liebe Gesellschaft um uns. Vielleicht sollten wir einfach mal wieder wertschätzen!

 

Die Alternativen

Wenn Ihnen allerdings der Weg zum guten Metzer zu weit oder im Vorweihnachtsstress keine Zeit für die Menüplanung war, gehen Sie doch einfach mal zu Weihnachten auswärts essen. Auch hier gibt es gute Restaurants mit Fleisch von glücklicheren Tieren und warum nicht die lokale Gastronomie unterstützen?

Oder aber Sie verzichten ganz auf Fleisch und bereiten sich selbst einen Festtagsschmaus ganz ohne Fleisch zu. Die vegetarische oder vegane Küche kann allen Skeptikern zum Trotz gut schmecken! Bloß weil es immer schon „normal“ war Gans zu Weihnachten zu essen, muss das nicht heißen, dass Sie nicht auch einmal etwas Neues ausprobieren können!

 

 

Hier finden Sie weitere Links zu nachhaltigem Essen und Trinken!

 

Genussführer (Restaurants):
https://www.slowfood.de/slow_food_vor_ort/stuttgart/genussfuehrer


Einkaufsführer (Backwaren, Fleisch, Fisch, Geflügel, Gemüse, Käse, Wein u.v.m):

 http://slowfood-stuttgart.de/einkaufstipps/

 

Bio-Metzger:

https://www.hoflieferant-munz.de/

https://www.organix-biomarkt.de/stuttgart/bio-sortiment/fleisch-wurst.html

https://www.bioland-henzler.de/