Vogel des Jahres 2022


Foto: Wiedehopf, NABU Netz, Paul Gläser
Foto: Wiedehopf, NABU Netz, Paul Gläser

Gestreifte Flügel, aufstellbare orangene Haube und ein langer Schnabel: Deutschland hat den Wiedehopf zum Vogel des Jahres 2022 gewählt! Der auffällige, aber scheue Vogel kommt hierzulande bisher selten vor.

Der Wiedehopf liebt Wärme und Insekten

Langer Schnabel, orangene Haube und gestreifte Flügel: Der Wiedehopf fällt ins Auge, besonders wenn er seine Scheitelfedern aufstellt. Der gefährdete Höhlenbrüter kommt hierzulande in warmen Regionen vor. Mehr zum exotischen Langstreckenzieher hier im Porträt.

 


Vogel des Jahres 2021  ist das Rotkelchen

Foto: NABU-Netz
Foto: NABU-Netz

Das Rotkehlchen ist einer der bekanntesten und beliebtesten Vögel Deutschlands. Der zarte und doch stimmgewaltige Sympathieträger kann ganzjährig bei uns beobachtet werden. Mit seiner orangeroten Brust und seiner zutraulichen Art ist er besonders leicht zu erkennen und fast überall in Wäldern, Parks und Siedlungen zu Hause.

In Deutschland leben 3,4 bis 4,3 Millionen Brutpaare, der Bestand ist derzeit nicht gefährdet. Das Rotkehlchen trägt den Titel bereits zum zweiten Mal: Schon 1992 war der bekannte Gartenvogel Vogel des Jahres.

Mehr zu den Ergebnissen finden Sie hier:


Vogel des Jahres 2020 ist die Turteltaube

Glück, Liebe und Frieden sind warme und positive Symbole, für welche die Turteltaube steht.
Als Vogel des Jahres 2020 macht der NABU mit der Turteltaube auf eine Vogelart aufmerksam, welche in Deutschland vom Aussterben bedroht ist. Über 90 Prozent der deutschen Bestände sind seit 1980 verloren gegangen. Grund dafür ist das Fehlen passender 
Lebensräume - zum Beispiel strukturreiche Wald- und Feldränder, welche unter anderem aufgrund der industriellen Landwirtschaft weiter zurück gehen. 

Als einzige Taube, die nicht bei uns überwintert, verbringt die Turteltaube ihren Winter in Afrika. Der Weg dorthin ist für sie jedoch höchst gefährlich, da die Jagd auf die Art ihren natürlichen Zugweg lebensbedrohlich macht.

Weitere spannende Informationen zur Turteltaube finden Sie auf der Webseite des NABU Bundesverbandes.


Vogel des Jahres 2019 ist die Feldlerche

Agrarvogel im Sinkflug

Feldlerche
Foto: NABU Stuttgart/Johannes Groß

Nicht nur für die Insektenwelt hat die moderne, industrielle Landwirtschaft negative Folgen. So wurde im zweiten Jahr nacheinander ein Vogel der Agrarlandschaften zum Vogel des Jahres gewählt: War früher der Gesang der Feldlerche ein steter Begleiter landwirtschaftlich geprägter Gegenden, ist sie heute vielerorts verstummt.

 

Informationen zur Feldlerche, warum sie schon zum zweiten Mal Vogel des Jahres ist und wie sie ihr helfen können, lesen sie auf der Themenseite des NABU Bundesverbands: Die Feldlerche - Typischer Agrarvogel im Sinkflug


Vogel des Jahres 2018 ist der Star

(Fotos: 1 und 4: Johannes Groß (NABU Stgt), 2. iStock, 3. Georg Dorff)
Fotos: 1 und 4: Johannes Groß (NABU Stgt), 2. iStock, 3. Georg Dorff

Der Star, ein echter Popstar im Glitzerkleid

Wie bei kaum einem anderen unserer Vögel schillert das aus der Ferne rein schwarz wirkende Gefieder aus der Nähe in vielen verschiedenen Farben, wobei violett an Kopf, Brust und Bauch und grüne Töne am Rücken dominieren. Dazu die vielen gelblich-weißen Tropfenflecken, wie Pailletten auf einem Kleid, vor allem im Schlichtkleid.

Im Herbst dann die riesigen Schwärme von bis zu zehn- oder sogar hunderttausenden Vögeln, die lautstark den Himmel verdunkeln.
In Stuttgart sind es „nur“ ein paar Tausend die z.B. in der Königsstraße in der Innenstadt in den Platanen schlafen.

 

Wo leben Stuttgarts Stare?
Der Star hat eine starke Affinität zu den Streuobstwiesen, die ihm noch ausreichend Höhlenbäume bieten. Daneben besiedelt er Kleingärten, Parkanlagen – in Stuttgart gibt es noch vergleichsweise gute Bestände im Rosensteinpark und den Schlossgartenanlagen – sowie vereinzelt lichte Wälder. Eine Bestandsschätzung ist für Stuttgart zur Zeit leider nicht möglich, es werden mehrere Hundert, vielleicht sogar über Tausend Paare sein.

Weitere Informationen zum Star lesen Sie in diesem Bericht:

(Text: Dr. Ulrich Tammler, Fachbeauftragter Ornithologie, NABU Stuttgart)

 


Vogel des Jahres 2017 der Waldkauz

Bewohner alter Bäume

Waldkauz

Runde Knopfaugen, ein weich-gefiedertes Gesicht und sein charakteristischer «Huuh-hu-huuh» Ruf: Das ist der Waldkauz (Strix aluco).

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben ihn stellvertretend für alle Eulenarten, zum „Vogel des Jahres 2017“ gewählt. „Mit ihm wollen wir für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren“, sagt Heinz Kowalski vom NABU Bundesverband.

 

Baumhöhle dringend gesucht
Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und wird langfristig als stabil eingeschätzt. In Stuttgart leben derzeit ca. 40-60 Brutpaare. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand.

 

Jäger der Nacht

Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht.  Der Vogel ist ca. 40 Zentimeter groß und hat eine Flügelspannweite von bis zu einem Meter. Etwas ganz besonderes sind seine Sinne: Seine Augen können besonders gut sehen und seine Ohren hören das leiseste Geräusch noch in 100 Metern

 


Vogel des Jahres 2016 der Stieglitz

Charaktervogel bunter Landschaften

Stieglitz, Stefan Böttinger
Foto: Stieglitz, Stefan Böttinger

Der Stieglitz  gehört zu den buntesten und gleichzeitig beliebtesten Singvögeln in Europa. Kaum eine andere Art steht so für die Vielfalt und Farbenpracht unserer Landschaften. Doch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und die Bebauung von Brachflächen rauben dem Stieglitz die Nahrungs- und Lebensgrundlagen.

Dieser Singvogel zählt zu den farbenfrohesten Vögeln Deutschlands. Der auch Distelfink genannte Stieglitz steht für vielfältige und farbenfrohe Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäume. Bunte Landschaften mit ausreichend Nahrung gibt es jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitzes in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.

Weitere Informationen zum Vogel des Jahres gibt es hier.