Birder und Vogelbeobachter

"Birding" - was bedeutet der englische Ausdruck, den der NABU Stuttgart auch bei einigen Führungen verwendet? Dr. Ulrich Tammler, Fachbeauftragter für Vogelschutz im NABU Stuttgart, erläutert:

Der Begriff "Birding" ist keine deutsche Erfindung und keine des NABU. Dieser Begriff ist in der "Birder-Szene" in Großbritannien, aber auch vielen anderen Ländern seit langen Jahren etabliert. Es ist in der Tat die Slang-Abkürzung für Bird-watching. Daneben existieren auch ebenfalls in der Szene gängige Begriffe wie "Twitcher" (das sind die "Hardcore-Birder", denen es nur um das Abhaken von Arten geht, die dann auch mal "dipped", also verpasst werden, was besonders schade bei eigentlich "twitchable" Seltenheiten ist, also Vögeln, die nicht nur kurz da und wieder weg sind, sondern sich ein Weilchen gut auffindbar an einem Ort aufhalten). Diejenigen, die in einem begrenzten geographischen Raum möglichst viele Arten sehen wollen, sind "Lister" und führen eine Home-list, Länderliste, western palearctic list oder, ganz extrem, auch die eating list. Eher zu den "soft birdern" gehören dann die guten alten Birdwatcher.

In diesem Sinne wünscht Ulrich Tammler „good birding!“

 

 Fotos: Haubenmeise, Goldammer, Mandarinenten-Paar, Teichhuhn (Johannes Groß, NABU Stuttgart)