Pflege der NABU-Grundstücke und des Kreuzrains

Aufgabe: Sensenmahd, Baumschnitt, Entfernen von Gehölz und wuchernden Pflanzen

Anforderungen: wie bei Gartenarbeiten - Astschere und Rechen bedienen, gut zu Fuß

Zeitaufwand: Termine unregelmäßig und nach Bedarf, meist samstags, Stundenzahl frei wählbar

Bonus: Arbeit an der frischen Luft in netter Gesellschaft, nach der Arbeit gemeinsames Vesper


Die NABU-Naturgrundstücke

Kleinode an der Wangener Höhe

Bei der Gartenarbeit (Foto: A. Stutzenberger)
Bei der Gartenarbeit (Foto: A. Stutzenberger)

Durch Grundstückskauf und -pacht versucht der NABU wertvolle Gebiete für Mensch und Natur zu sichern und zu entwickeln. Dies spielt beim NABU schon seit der Gründungszeit des Verbandes eine wichtige Rolle.

Dieser Tradition folgend erwarb der NABU Stuttgart 1989 und 1994 zwei Gartenparzellen im Landschaftsschutzgebiet „Wangener Höhe“ am Hang zum Dürrbachtal.

Wenn Sie sich bei einem unserer  Pflegeeinsätze ganz handfest für die Erhaltung wertvoller Kulturlebensräume einsetzen wollen, freuen wir uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail in der Geschäftsstelle. Die Termine geben wir in der Termindatenbank bekannt.


Unsere Schutzgebiete im Detail

NABU Grundstück "Hasenbalg"

Auf diesem Grundstück stehen einige Obstbäume, ein kleines Insektenhotel sowie eine Gerätehütte mit Terrasse. Wir pflegen den relativ steilen Garten und halten die Trockenmauern und Staffeln instand.


NABU "Naturgrundstück" Wangener Höhe

Bei dem fast 21 Ar umfassenden NABU-Naturgrundstück handelt es sich um einen aufgelassenen Weinberg, was sich an der Steilheit des Geländes, an den Trockenmauern und an den Weinbergstaffeln noch erkennen lässt. Auf den Terrassen wachsen Obstbäume, Stauden und Wildblumen.


Lage der Gärten

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Lage der NABU Gärten in Rohracker
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Trockenmauerbau

Die neue Trockenmauer (Foto: A. Stutzenberger)
Die neue Trockenmauer (Foto: A. Stutzenberger)

Der NABU Stuttgart hat 2014 die Trockenmauer auf dem "Naturgrundstück" in Stuttgart Rohracker erneuert. Unter der fachmännischen Anleitung von Martina Dongus wurde das Fundament ausgehoben, Steine angepasst und nach entsprechendem Plan die Mauer aufgebaut. Dank dem Einsatz von ehrenamtlichen Helfern sind die Arbeiten nun abgeschlossen. Herzlichen Dank an alle helfenden Hände!

Trockenmauern sind wertvolle Lebensräume. Was einst die alten Römer bei uns etablierten haben, hat bis heute Bestand. Schon seit Jahrhunderten sind Trockenmauern für die Stuttgarter Hanglagen prägend. Neben erlesenen Weinen profitieren jedoch auch viele Tier- und Pflanzenarten von den Mauerwerken. Die gestapelten Steine erzeugen ein besonderes Mikroklima, so geben sie z.B. in kühlen Nächten die gespeicherte Sonnenwärme ab und erzeugt damit eine konstante Temperatur. Viele Reptilien nutzen diese Steine als Sonnenplatz und finden in den Spalten Zuflucht (so beispielsweise die bedrohte Zauneidechse). Weiterhin hemmt das Mauerwerk bei starken Niederschlägen die Erosion und führt die Wassermengen gleichmäßig dem Erdreich zu. Dies ist auch der Grund, weshalb rar gewordene Pflanzenarten dort gedeihen können. Eine solide gebaute Trockenmauer kann gut und gerne über ein ganzes Jahrhundert Bestand haben.


Der Kreuzrein im Feuerbacher Tal

Ein wertvolles Stück Stadtnatur

Im Jahr 2000 hat der NABU Stuttgart die Pflegepatenschaft für das nach §32 Naturschutzgesetz besonders geschützte Biotop „Trespen-Halbtrockenrasen Kreuzrain in Zazenhausen“ für die Stadt Stuttgart übernommen. Die Fläche ist Teil des Naturschutzgebietes „Unteres Feuerbachtal mit Hangwäldern und Umgebung“ und gilt wegen seiner besonderen Vegetation und seiner spezifischen Flora als selten und wertvoll für das Stuttgarter Stadtgebiet.

Bei der letzten offiziellen Bestandsaufnahme 2007/2008 wurden 79 Pflanzenarten auf der Kreuzrain-Fläche festgestellt, zum Beispiel Großer Ehrenpreis, Aufrechter Ziest und der Arznei-Thymian. Dank der regelmäßigen Pflegeeinsätze wurde seit dem Jahr 2005 der Neuntöter wieder als regelmäßiger Brutvogel im Kreuzrain beobachtet. Außerdem wurden bei einer früheren Erhebung 21 Wildbienen-Arten festgestellt.

Ehrenamtliche Mitarbeiter des NABU Stuttgart organisieren jedes Jahr im Herbst den Pflegeeinsatz für den Kreuzrain, bei dem neben der Mahd regelmäßig auch der Rückschnitt der Gehölze auf dem Programm steht.  Wenn Sie Lust Haben, dabei zu sein und zum Erhalt des Kreuzrain mit seiner besonderen Vegetation beizutragen, melden Sie sich in unserer Geschäftsstelle. Dort erhalten Sie weitere Informationen.